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Sommercamp 2017 in Kroatien

Nach etwas mehr als 13 Stunden Reisezeit, wovon wir eine an der slowenisch-kroatischen Grenze im Stau verbrachten, kamen wir um ca. 13:00 Uhr endlich auf dem Camping Lanterna in Tar an. Alle 5 Fahrzeuge inklusive der 33 Insassen hatten den Weg in die wunderschöne Gegend rund um den nördlichsten Küstenteil Kroatiens gefunden. Erschöpft und gezeichnet durch die lange Reise, rafften wir uns nach einer kurzen Mittagspause nochmals auf und begannen mit dem Aufbauen der Zelte, was einigen mehr und anderen weniger Mühe bereitete, am Ende aber liess sich das Ergebnis sehen.

Als nun alles aufgestellt war, konnte es so richtig losgehen und einem ersten Strandbesuch lag nichts mehr im Weg. Der Steinstrand kombiniert mit einer wunderbaren Unterwasserwelt, schönen Klippen und warmem Meerwasser lud förmlich zum Schnorcheln, Wasserschlachten machen und Entspannen ein. Von nun an besuchten wir das Meer jeden Tag.

Um auf verschiedene Arten Gott aktiv zu begegnen, starteten wir jeden Morgen mit Stille-zeit-workshops nach Wahl in den Tag. Die 7 Workshops wurden jeden Morgen angeboten und gingen vom Gebetsspaziergang über Worshipen bis hin zum kreativen Malen.

Weiter durften wir täglich einen bereichernden Input zum Lagerthema “Beziehungsweise“ hören, uns in den Kleingruppen darüber austauschen, Ansichten Teilen und die Themen gemeinsam vertiefen.

Natürlich fehlten auch etwas Action und Adrenalin nicht, dies fand man nicht zu knapp im Wahlprogramm verteilt über drei Tage. Beim Kart-Fahren, im Wasserpark, auf der Wasserburg oder beim Paintball spielen, konnte man sich so richtig austoben!

Aber auch ruhigere Momente fehlten nicht, wie zum Beispiel ein Tagesausflug auf dem Schiff. Auf dem Wasser durften wir Kroatien noch ein wenig anders kennenlernen. Wir fuhren zwischen Inseln hindurch, in einen Fjord hinein und machten halt in zwei alten kroatischen Städtchen, welche zu Erkundungstouren einluden. Zum Ende dieser Reise durften wir noch eine alte  Piratenhöhle besichtigen oder einen Schwumm im Meer geniessen.

Das Biwakieren am Meer war natürlich auch in diesem Sommercamp ein Muss. So machten wir uns auf an den Strand, um dort, wie könnte es auch passender sein? ein Käsefondue zu essen! Tatsächlich durften wir dazu beobachten, wie Delfine in unsere Bucht hineinschwammen und wieder zurück. Nach dem Essen und einigen coolen Sonnenuntergangsfotos sassen wir zusammen, um bei dieser wunderbaren Stimmung zu worshipen und das Zeugnis einer Leiterin zu hören. Später ging es nach  einem „Mitternachtsschwumm“ (für die hartgesottenen) und auch alle anderen ab in den Schlafsack. Doch was folgte war nicht etwa eine gemütliche Nacht unter dem Sternenhimmel. Um   5:30 Uhr wurden wir jäh geweckt, denn plötzlich ertönten zwei Stimmen die sagten „comon everybody please stand up, you can`t sleep here“ (kommt schon, alle aufstehen ihr könnt hier nicht schlafen). Das waren zwei Strandsecuritas die überhaupt nicht verstehen konnten, wieso man nur wenige hundert Meter entfernt vom Zelt draussen am Strand übernachten will. Also blieb uns nichts anderes übrig, als unsere sieben Sachen zu packen und den Rückweg anzutreten, doch dies schien niemanden wirklich zu stören und war für uns Alle eine etwas lustige Erfahrung.

Am letzten Abend durften wir uns in einem kroatischen Restaurant zum letzten Mal so richtig die Bäuche mit feinem Essen vollschlagen. An dieser Stelle muss ich noch erwähnen, dass wir bereits durch die gesamte Woche hindurch von unserer Lagerküche, die immer ein offenes Ohr für unsere Wünsche hatte, richtiggehend verwöhnt wurden.

Zum Abschluss verabschiedeten wir uns vor der Abfahrt ein letztes Mal vom Meer und schrieben uns in der  Abenddämmerung  je in Zweiergruppen einen Brief mit Ermutigungen. Diesen werden wir im Herbst zugesandt bekommen, um wieder etwas Sommercampfeeling in unseren Alltag zu bringen und uns an die gelungene Zeit in der Gemeinschaft aber auch besonders mit Gott  zu erinnern.

Ja, wir können wirklich auf ein gelungenes Sommercamp mit tollen Erlebnissen zurückblicken. Wir danken Gott für den Segen, die Bewahrung  und seine lebendige Gegenwart die wir erleben durften. So können wir schon kaum das nächste Sommercamp erwarten und freuen und schon jetzt riesig darauf.

Eine Ergänzung in eigener Sache:

Ich, Andreas Wydler, werde die Hauptleitung des Sommercamps mit dem Abschliessen des Sommercamps 2017 abtretten. Einen würdigen Nachfolger ist in Marc Feller, dem Verfasser dieses wunderbaren Rückblickes, gefunden. Es waren tolle 7 Sommercamps (davon 6 als Hauptleiter) die ich erleben konnte und freue mich dass es mit Marc weiter geht! Auf diesem Weg wünsche ich dir Marc Gottes reichen Segen und seinen beistand bei der grossen Aufgabe: HL Sommercamp 2018-20…